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Von der Katasterbehörde... für die Katasterbehörde...

Keyvisual: Zahnräder die sich drehen


über alkis®-nrw.de

ALKIS® Forum NRW 
„ALKIS“: Amtliches Liegenschaftskataster Informationssystem


Federführende Kommune
Kreis Soest
Vermessungs- und Katasteramt
Abteilung Landesvermessung
Sachgebiet „Erneuerung der Liegenschaftskarte“
Jörn Peters
T (0 29 21) 3023 64
F (0 29 21) 30 28 99
joern.peters@kreis-soest.de
> www.kreis-soest.de 
Hoher Weg 1-3
D-59494 Soest

Beteiligte Kommunen oder Partner
_ ibR Geoinformation GmbH, CPA Geo-Information, GIS
   Consult GmbH, GOS GmbH, Intergraph (Deutschland)
   GmbH
_ 30 (der 54) Katasterbehörden des Landes NRW
_ Medienverlag MUES+SCHREWE (zur Erstellung der
   Website incl. Wartung und Betreuung)

Inhalt des Projektes
Das Vorhaben „ALKIS® Forum NRW“ soll in Public-Private-Partnership die Einführung des ALKIS®-Standards optimieren durch
  • Kooperation zwischen Wirtschaft und Kommunen,
  • interkommunales Wissensmanagement und
  • dialoggestützte ALKIS®-Prozess- und Produktoptimierung.

Das Fachkonzept des „Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystems“ (ALKIS®) wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) zur integrierten Führung der Sach- und Graphikdaten des Liegenschaftskatasters entwickelt. Damit wird die Entwicklung und Umsetzung der Katasterdaten nach ALKIS für Katasterbehörden wie für Firmen zu einer neuen Pflichtaufgabe.
    Im Rahmen des Vorhabens soll die Vielzahl unterschiedlicher technischer Voraussetzungen und organisatorischer Fragestellungen der Behörden in NRW bei oftmals ähnlichen Problematiken angesprochen und durch den Dialog und die Strukturierung des Know-hows vieler Spezialisten optimierten maßgeschneiderten Lösungen zugeführt werden.
    Das internetbasierte Forum bietet in allen Schwerpunktbereichen der erforderlichen ALKIS®–Entwicklungen Lösungen und Support sowie auch Analysemöglichkeiten für die Erstellung von Strategien innerhalb der Entwicklung von Soft- und Hardware.
    Unter der Domain alkis-nrw.de können die anderen Katasterbehörden, Verwaltungsstellen und Firmen offen als User sowie nach Absprache auch als Administratoren und als Redakteure auf das Angebot zugreifen. Die Plattform wird neben den durch drei Katasterämter und den Firmen dezentral betreuten Fachforen über einen „Wissens“-Bereich verfügen, in dem diskursiv erzeugte Erkenntnisse strukturiert zusammengefasst werden, sowie über Bereiche für aktuelle Meldungen, Termine und ein Newslettersystem.
    Anwendertreffen, Support und die Bildung von Teams sollen über die Plattform angeboten, geplant und organisiert werden.
    alkis-nrw.de zielt darauf, die Entwicklungs-, Anschaffungs- und Personalkosten durch Zeitersparnis und gemeinschaftliche Zusammenarbeit zu senken.
    Das Projekt wurde durch das Katasteramt des Kreises Soest ins Leben gerufen und ist als Kreisinitiative anzusehen. Es wird als eigenständige Plattform in das Wirtschaftsportal „standort-hellweg.de“ eingebunden.


Strategie
Das Projekt verfolgt mehrere Grundgedanken zur Verbesserung der Zusammenarbeit:
  • Das Forum dient als Informations- und Beteiligungsplattform für die ALKIS®-begleitenden Firmen sowie für die Katasterbehörden in ganz NRW. Auch Universitäten und Hochschulen können Informationen und Know-how aus dem breiten Angebot speziellen Wissens nutzen.
  • Firmen nehmen an der Entwicklung der Katasterbehörden teil, leisten kostenlosen passiven und aktiven Support.
  • Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit und Stärkung der einzelnen Kommunen durch die Bildung von Kooperationen, die vermutlich in Folge auch über die Einführung von ALKIS® hinaus gehen werden. Gemeinschaftliches Auftreten der Behörden führt zur Reduzierung von Anschaffungskosten der Hard- und Software.
  • Zeitnahe Umsetzung von Entwicklungsständen der Firmen und Behörden unter beiderseitiger Ausnutzung von Synergieeffekten bei gleichzeitiger Reduzierung der Personal- und Entwicklungskosten – „das Rad muss nicht von jeder Firma und Katasterbehörde neu erfunden werden“.


Die Auswirkungen des Vorhabens betreffen alle Katasterbehörden in NRW (insgesamt 54) sowie fast alle für ALKIS® zugelassene und ALKIS® begleitenden Firmen in NRW. Das Projekt ist als eigenständige Plattform in das Wirtschaftsportal des Standorts Hellweg (Kreis Soest) an- bzw. eingebunden. Eine Verbesserung des Wirtschaftsstandortes NRW und der einzelnen Behörden sind flächendeckend möglich.
    Das Finanzvolumen für die Einführung, Entwicklung und Beschaffung der Hard- und Software liegt mit 54 Katasterbehörden bei über 15.000.000 €, ohne dass die jeweiligen Entwicklungs- und Personalkosten der Firmen und Behörden Berücksichtigung finden. Auch in diesen beiden Bereichen können durch eine sinnvolle Nutzung der Plattform erhebliche Kosten eingespart werden.

Organisation
Die Plattform nutzt die Kooperation und das vorhandene Know-how der Administratoren und Anwender der Behörden, der Programmierer und Entwickler der Firmen und Behörden sowie die Vernetzung des gemeinsamen Wissens aus den unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, der Landesbehörden und Kommunen.
    Die administrative Begleitung und Nutzung des Forums erfolgt über die Firmen und Behörden gleichermaßen. Der Schwerpunkt der Moderation des Projektes liegt beim Kreis Soest und zwei weiteren, an der Administration interessierten Katasterbehörden. Der organisatorische Aufwand wird so für alle Beteiligten minimal gehalten.
    Die internen Prozesse der Verwaltung werden in mehreren Bereichen positiv beeinflusst. Bisherige eigenständige zeit- und personalintensive Entwicklungen der EDV innerhalb autarker Katasterbehörden bezüglich ALKIS® (und weiterer Projekte) können von anderen Behörden übernommen und kurzfristig umgesetzt werden. 
    Die Hauptnutzer, hier Firmen und Behörden gleichermaßen, erzielen eine Prozessoptimierung durch schnellen und gezielten Austausch von Entwicklungsständen und Lösungen und erleichtern die Umsetzung des Gesamtprojektes ALKIS® auf einer breiten Basis.

Finanzen
Die Nutzung der Plattform ist für behördliche Anwender kostenlos. Die Unternehmen beteiligen sich anteilig an den Kosten für die Erstellung und den laufenden Betrieb. Zudem leisten sie kostenlosen passiven Support und können selbst entscheiden, wann sie zu welchem Thema und an welcher Entwicklung teilnehmen möchten. 
    Eventuell anfallende Personalkosten der Behörden bei der Moderation und Nutzung des Forums werden durch die Synergieeffekte weit übertroffen und führen zu Einsparungen im aufwendigen und personalintensiven Entwicklungsbereich.

Technik
Die Plattform basiert auf zwei Open Source-Systemen:  1. Dem Content-Management-System „typo3“, das der Kreis Soest auch für standort-hellweg.de verwendet; und 2. der Forensoftware phpbb, einem verbreiteten und vielfältig modulierbaren Forensystem. Die angepasste Einbindung des Forensystems in das Content-Management-System ermöglicht es, die jeweiligen Leistungsvorzüge zweier Systeme zu nutzen. Beide Systeme sind benutzerfreundlich und gut bedienbar.

Vorgehen
Das Projekt liegt im gegenseitigen wirtschaftlichen und inhaltlichen Interesse aller Beteiligten. Hindernisse sind zurzeit nicht erkennbar, in Folge der offenen Diskussion auch nicht bzgl. der Konkurrenzsituation der Firmen untereinander. Die Nachhaltigkeit des Diskurses wird durch die ständige Versorgung der Teilnehmer mit Informationen aus Entwicklungen und Lösungen gewährleistet und ergibt sich schon jetzt aus dem großen Interesse der Nutzer.
    Die gezielte Zusammenführung von Know-how und Entwicklungen der kommunalisierten und autarken Behörden mit den Verfahrenslösungen und Erfahrungen aus der Wirtschaft wird in dem Vorhaben innovativ in Form einer Public Private Partnership realisiert. Das Projekt verknüpft bisher parallel und teilweise ohne Wissen voneinander laufende Entwicklungen miteinander in einer kostengünstigen Kommunikations- und Kooperations-Plattform und verbessert die Rahmenbedingungen und Standards aller Partner in Bezug auf den bundesweiten Standard „ALKIS®“.

Kosten
Das Vorhaben bietet für Unternehmen neben kostengünstigen Werbeeffekten auch die Möglichkeit der Erschließung und Überwachung des Marktes potentieller Kunden und erleichtert die Akquisition auf einfacher und breiter Nutzerbasis. Forumsbeiträge liefern praxisorientierte Hinweise zur Verbesserung ihrer Produkte und können anwender- und zeitnah analysiert werden. Dies führt zu möglichen Einsparungen bei den eigenen Entwicklungskosten. 
    Für die Kommunen können durch die Nutzung bereits bestehender Lösungen und deren zeitnaher Umsetzung ohne aufwendige, zeitintensive und eigenständige Entwicklungen beträchtliche Personalkosten eingespart werden.
    Die Bildung von Kooperationen und Gemeinschaften zwischen mehreren Katasterbehörden wird aus diesem Forum heraus zur Reduzierung der Sachkosten für Hard- und Software bei gemeinsamer Anschaffung führen.

Zeit
Die Firmen können ihre Programmmodule optimiert an die neusten Gegebenheiten der Behörden anpassen und Entwicklungen direkt verfolgen. Kontaktaufnahmen, Terminierungen, Diskussionen und die Präsentation neuer Module sind kurzfristig und kundennah ohne großen organisatorischen Verwaltungs- und Kostenaufwand möglich.
    Über die Plattform erfolgt nach Einstellung einer Frage eine automatische Versendung von E-Mails an alle interessierten Administratoren, Entwickler und Firmen mit der Möglichkeit, in einem passiven Support darauf zu antworten. Die Verbreitung der Antworten erfolgt ebenfalls an alle interessierten Teilnehmer, so dass Änderungen oder Lösungsmöglichkeiten direkt eingesehen werden können. Weiterhin wird die Datenbank mit bestehenden Lösungen, Entwicklungen und Software gefüllt, die durch eine Suchfunktion leicht gefunden werden.
    Die Zeitersparnis kann für jeden Nutzer durchaus mehrere „Personenmonate“ betragen. Aufwendige manuelle Fehlerbearbeitungen innerhalb der bestehenden Katasterdaten können durch Programmierungen und den Einsatz der EDV kosten- und zeitgünstig umgangen werden.
    Die wesentliche Leistung der Behörden für die Migration nach ALKIS® ist die einheitliche Herstellung von fehlerfreien und schnittstellenkonformen Datenbeständen. Gebündelte Techniken führen hierbei zu einer schnelleren und messbaren Qualitätsverbesserung der Daten während der Vormigrationsarbeiten

Nutzen des Vorhabens für Wirtschaft und Verwaltung

1. Firmen
  • nehmen an der Entwicklung der Kommunen teil,
  • können den Markt der möglichen Kunden verfolgen und analysieren,
  • können sich präsentieren und für weitere Aufgaben qualifizieren,
  • können direkt in die Diskussion und Entwicklung eingreifen und auf Fehler hinweisen,
  • können Neuerungen ihrer Programmmodule einem breiten Anwenderkreis präsentieren.


2. Kommunen
  • sparen Zeit in der Entwicklung erforderlicher Routinen zur Fehlerbearbeitung,
  • können von Lösungen anderer profitieren (Synergieeffekte),
  • können auf das Know-how vieler Administratoren, Anwender und Entwickler in einem sehr speziellen Gebiet zugreifen,
  • erhalten einen kostenlosen Support durch die ALKIS begleitenden Firmen,
  • können Kooperationen und Verbünde mit anderen Kommunen bilden und über gemeinsame Anschaffungen eine andere Verhandlungsposition einnehmen,
  • können Entwicklungen beobachten und sich für spätere Kaufentscheidungen ein umfassendes Meinungsbild machen.


3. Hochschulen und Universitäten
  • können das Forum als Informations- und Entwicklungsplattform nutzen.


Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit
Das Vorhaben ist auf andere Projekte übertragbar und jederzeit um zusätzliche Module erweiterbar.
    Die Einführung von ALKIS® als Pflichtaufgabe für die Behörden wird unterschiedliche Migrationsstufen enthalten und unterliegt einer Vielzahl von Normen und Bedingungen. Die einzelnen Migrationsstufen können im Forum diskursiv begleitet werden. Veränderte Rahmenbedingungen können jederzeit aufgenommen und nach Bekanntmachung umgesetzt werden. Die aktive Forentätigkeit kann sich nach allgemeiner Einschätzung über einen Zeitraum von 8-10 Jahren erstrecken, der geschaffene Wissenspool wird lange darüber hinaus von Bedeutung sein.

Flexibilität
Die Plattform kann kurzzeitig über die Administrationstools umgestellt und an neue Richtlinien, Anweisungen, Gesetze und Entwicklungen aller Nutzer angepasst werden. Die verwendeten technischen Systeme sind hochgradig variabel und anpassbar. Prozessoptimierung und -wandel sind inhaltliche Gegenstände des Forums. Damit ist ein flexibler und dynamischer thematischer Wissenstransfer gewährleistet.
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